In den fünfziger Jahren von den Architekten Paul Schwebes und Hans Schoszberger erbaut, war das sogenannte Bikinihaus architektonischer Ausdruck eines neuen, von Dynamik, Freiheit, Lifestyle und Konsum geprägten Lebensgefühls. Wie viele Perlen an einer Kette, sollten die Einzelbauten des Areals aneinandergereiht sein. Ein Gebäude-Ensemble, das Raum für Menschen schaffen wollte, indem dort (als sichtbarer Übergang zwischen Natur und Kultur) ein langer, flacher Mittelbau, mit einem Luftgeschoss im 2. Stock entstand; worauf die Berliner das Gebäude „Bikinihaus“, das passender Weise zudem noch hochrangige Firmen der Damenoberbekleidungsindustrie beherbergte, tauften. Es ging als Ikone einer Ära, der Nachkriegsarchitektur, in die Geschichte ein.
Diese Architektur verbunden mit dem einmaligen Standort stellt
die unveränderbare Identität, gar Grundlage der Philosophie des
BIKINI BERLIN
für die Zukunft dar: Dualität, ganz bewusst zu leben und Bestehendes mit
Neuem geschickt zu verbinden; Urbanität und Natur, Geschichtsbewusstsein
und Zukunftsvision; eine Fusion von kommerziellem und öffentlichem
Raum. Ein Ort voller Magie, ein Lebensraum als Erlebnisraum.
Arne Quinze, Künstler und Designer, hat speziell dafür mit seinem Architekturbüro SAQ einen zeitgemäßen, spektakulären und dennoch sensiblen Entwurf kreiert, der seit 2010 realisiert wird.
Zentrales Element wird dabei die eindrucksvolle Dachlandschaft, die annähernd so groß wie ein Fußballfeld ist: Hier findet die Öffnung und Anbindung der Stadt an Berlins grüner Lunge statt. Diese öffentliche Erweiterung bietet einen sensationellen Blick auf den Tiergarten, stellt einen unmittelbaren Anschluss an die Gastronomieangebote sowie Shopping- und Servicemöglichkeiten von BIKINI BERLIN dar und wird so zu einem echten Highlight an Lebensqualität für die City West werden.
Das ehemalige Luftgeschoss wird wieder herausgearbeitet und zu seiner
ursprünglichen Anmutung zurückgeführt. Es wird umseitig vollständig
verglast und dadurch die alte Transparenz wiederhergestellt.
Die freigestellten Stützen vor der Verglasung spiegeln das Thema der Öffnung wider. Betonwerkstein als Bodenbelag für Innen- und Außenbereiche, die Innenfassaden als offene Gestaltung oder mit
Glas begrenzt. Der nachhaltige und äußerst sensible Umbau des Gebäudeensembles ist nicht nur Selbstanspruch, sondern auch Anspruch zukünftiger Generationen und wurde im März 2011 bereits mit dem LEED Vorzertifikat in Gold (Leadership in Energy and Environmental Design) entsprechend gewürdigt.
BIKINI BERLIN in seiner Vollendung wird urbaner Marktplatz sein. Besucher werden Teil des Angebots, interessante Menschen sprechen interessante Menschen an und machen den Lebensraum BIKINI BERLIN zum Erlebnisraum.